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Wird das Glas Wasser zum Luxus?

Unverschämt – Was darf ein Glas Wasser in der Gastronomie kosten?

Wird Wasser nun zum Kassenschlager?!

Wer hat etwas gegen ein gelegentliches Glas Wasser einzuwenden? Ich schätze mal niemand. Das wie ich es jetzt mal nenne “durchsichtige Gold” ist in unserem Tirolerland in bester Qualität vorhanden, mit Engpässen sehen wir uns in den kommenden Generationen wohl nicht konfrontiert. Facebook diente mir heute wieder als Nahrung für diesen Blog-Beitrag.

Die Frage, was und ob Wasser in der Gastronomie für die Gäste kosten soll und darf wurde ja schon zu Hauf diskutiert. Bekannt ist auch, dass etwaige eingehobene Gebühren für das Glas Wasser dazu dienen sollen, dem Gastwirt Abspülen, Kellnerin etc. zu bezahlen. Kurzum: Wir nutzen seine Dienstleistung als Gastwirt und müssen auch für seine Kosten aufkommen. So weit so gut und auch verständlich. Doch wo hört sich der Spaß auf?

Unverschämte Preise für Tiroler Leitungswasser

Sieglinde aus Oberhofen postete auf Facebook einen Beitrag bezüglich eines für sie zu hohen Preises für ein Glas Wasser. In einem Lokal im Oberland musste sie satte €1,50  dafür berappen, und dies trotz ausführlicher anderweitiger Konsumierungen von ihr und ihrer Begleitung. Ihrem Zorn folgte die Erkenntnis, dass im betreffenden Ort wohl eher Gold als Wasser ausgeschenkt wird:

“In diesem Ort muss wohl was ganz besonderes aus der Leitung fließen. Ich zahle gerne ein paar Cent dafür, auch wenn ich ordentlich konsumiere, aber €1,50 sind ein wahrhaft stolzer Preis”

Die negativen Auswirkungen für das Lokal wurden wenige Minuten darauf schon sichtbar. Der Kommentar eines Lesers:

Okay, das Lokal ist “wärmstens” weiterzuempfehlen. Gratuliere euch zu Eurem “guten Geschäftssinn”. Ich komme nicht dahin. Sieglinde, wenn du mal nach Völs kommst, und deine Eltern gerade kein Wasser in der Leitung haben, kannst zu mir kommen, kriegst Du gratis, kann ich mir gerade noch leisten”.

Zwei Kunden weniger dürfte der Betreiber, auch wenn Angebot, Qualität etc. wohl gestimmt haben, zwei Kunden verloren haben. Ob das die paar Cent, pardon die paar Euro wert ist?!

Es geht noch schlimmer

Ischgl ist ja für seine satten Preise bekannt. Der Ort lockt Winter für Winter vor allem die finanziell besser dastehenden Gäste nach Tirol – was natürlich auch das Wasser teurer macht. In diesem Fall hat es mich selbst getroffen. Auf die Frage, ob ich ein Glas Wasser haben könnte, bekam ich in einem Apres Ski Lokal die dreiste Antwort: “Da muss ich aber ein Mineralwasser verrechnen”. Nach dem Blick auf die Preisliste und dem Wissen, dass ein Mineralwasser mit €2,80.- zu Buche steht, verlies ich kopfschüttelnd die Lokalität. Im Mini Supermarkt nebenan gönnte ich mir dann 0,5l Mineralwasser um läppische €0,80.-

Es mag auch Personen geben die auch €2,80.- für ein stink normales Glas Wasser in Ordnung finden, doch darf man es als Kellner dem Gast auch nicht übelnehmen, wenn man bevor bezahlt wird erstmal verdutzt angestarrt wird. Bleibt abzuwarten wie sich der Irrsinn um das Gold der Alpen – das Leitungswasser entwickelt – Schlimmer kanns ja fast nicht werden.

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